miagolare
Lu's textablagerungen


August 15, 2003  

rubrik sonstiges

wohnungssuche kann sich lu-stig gestalten, wenn man auf die individuellen formulierungen der anbieter eingeht.

ent-codung:

kreative raumaufteilung : völlig sinnlose raumverteilung
individuell geschnitten : nix da, wo es hingehören sollte , fenster nur mit leiter erreichbar
luxus ausstattung : alter teppich mit drin, badewanne, schließende fenster
wg- geeignet : flexible studenten mit wenig geld nehmen diesen wohnungskompromiss noch in kauf
übernahme von x erforderlich : diese wohnung gibt es nur inkl. dieses teuren schrotts, egal ob benötigt oder nicht.
familienfreundliches umfeld : spielplatz vor dem fenster, geht nur mit eigenen kindern die lärmpegel mit aufrecht erhalten
gute anschlussmöglichkeiten : haltestellen vor der tür
gute verkehrsanbindung : autobahn direkt vor der tür
weltoffene lage : flughafen direkt vor der tür
geselliger stadtteil : kneipen dichte delüx mit sauffreundlichen nachbarn ... direkt vor der tür
nette nachbarschaft : klingeln für jeden mist alle drei minuten
haustierhaltung unter vorbehalt : nur lethargische, krallenlose und stumme tiere sind erlaubt.
keine staffelmiete : teuer wirds von anfang an, bleibt dann auch so.
urbanes umfeld : türkischer krämerladen im haus

undsoweiterundsofort. in düsseldorf eine adäquate behausung zu finden ist nicht einfach, kostet zeit, kalorien und füllwörter.


hier das gesuch :

4 - 5 zimmer
wohnküche ( mit gasanschluss für herd )
badezimmer ( mit wanne ) gefliest mit fenster
80 - egal qm
dielenboden ( ! )
balkon ( mind. 1 ) oder dachterrasse
haustierhaltung erlaubt !!!
ruhig gelegen, wenn möglich direkt am rhein, hell !!!
wunschstadtteil flehe

feddich.




posted by Lu | 8/15/2003 01:38:00 nachm.
 

fast leer

ist der rhein jetzt.
76 cm tief.
da könnte ich heute abend die brücke mal auslassen, und zu fuss rüber gehen.
nach hause.

posted by Lu | 8/15/2003 01:16:00 nachm.
 

zocken

bin grad einen mausklick vom iBook entfernt.
ein klick auf "bestellung abschicken" und ich könnte ...
alte spielernatur. reizen mit nix auf der hand.

posted by Lu | 8/15/2003 01:09:00 nachm.
 

so

müde !

posted by Lu | 8/15/2003 11:15:00 vorm.


August 14, 2003  

dentist quält lu

schaue auf die uhr und sehe : es ist zeit. quälzeit. der zahnarzt ruft. und er hat den bohrer schon gezückt.
meine blombe, die diese eine lücke hinterließ, ließ ihr dasein in einem hubba bubba namens cola. die tage.
der krater ist tief * beugt sich tief in den zahnkrater und hört ein echo *, und die schmerzen werden....
ihr findet mich am ende des behandlungsstuhls. ganz unten, wo die füsse gelegentlich ruhen. da ist mein platz,
weil ichmich nich betäuben lass ... und das reimt sich.
es ist zu ende - in der regel - wenn der zahnarzt mich auffordert, wieder nach oben zu kommen ( ihm inklusive ),
zu spülen und seine eier loszulassen !

showtime.

posted by Lu | 8/14/2003 03:16:00 nachm.
 

runter, down und under, und unter

bei 15 ° plötzlichem temperaturabfall will ich nicht meckern, aber mein kreislauf rast genau so rasant hinterher und mit roten augen, trägem hirn
und lahmen mundwerk schreit jeden einzelne körperzelle nur nach schlaf. nachholen, vorbeugen, einfach so. egal. hauptsache schlafen.
so ziehe ich durch den tag, ziehe zähen text hinter mir her, ziehe von a nach b, zu m zu weh und gehe meiner beschäftigung nach.
einer nach der andern.
irgendwann werde ich in ein kühles, weißes laken sinken, mich zusammenrollen und runter ins traumland gehen. schritt für schritt.
einer nach dem andern.

posted by Lu | 8/14/2003 03:12:00 nachm.
 

gust

ich hatte ihn eingeladen. ich hatte ihn eingeladen, und eine gefühlte ewigkeit gewartet. umsonst. er kam nicht. ich sass jede nacht schlaflos in meinem dunklen schlafzimmer, fiel in unruhigen schlaf. wachte wieder auf, weil ich dachte, ich hätte ihn gehört. ein sehnsüchtiger blick, ein schweres gefühl, wieder hingelegt und traurig in die nacht gedacht. er kam nicht.
alle sagten, warte. sei geduldig, er kommt schon. ja, sagte ich, und hätte ihnen gerne geglaubt.
dann, letzte nacht , alles anders. ich lag im bett, nackt, nur ein dünnes tuch zwischen mir und der schwülen nacht. unruhige träume im körper, während er die häuserwand in angriff nahm. langsam und unbemerkt kam er die mauer empor, während ich mich auf die andere seite drehte.
auf meinem balkon angekommen, ließ er den vorhang aufbäumen, weckte mich dadurch sanft und leicht. ich zog das tuch hoch, fröstelte leicht und presste es an meinen bauch, während der traum blass wurde. der vorhang bauschte auf, kam mir entgegen, warf bizarre und vertraute schatten auf die wand.
in diesem moment, mitten in der nacht, wußte ich, dass er da war, auf meinem balkon kurz inne hielt um dann plötzlich im ganzen raum zu sein, mich zu überraschen. mich. die ich so sehnsüchtig gewartet habe. auf ihn.
ich stand auf, ließ das tuch zurück und ging auf den balkon.zu ihm.
da war er, der wind. er umspielte kühl , fast zart meine beine, schlängelte sich hoch, hinterließ eine gänsehaut auf meinem bauch , huschte hoch, erfrischte jeden centimeter meines körpers und glitt am rücken wieder hinab, über jede einzelne rundung, durch jede kleine kuhle, langsam, bis hinunter
an die füsse. ich ging ins bett zurück und hörte ihm zu ... dem wind und dem regen.
und schlief ein. eingelullt in die geräusche von prasselndem regen und raschelnden blättern.
die hitze ist vorbei. endlich.

posted by Lu | 8/14/2003 10:09:00 vorm.


August 13, 2003  

und nebenbei

fand ich mich gestern abend kurz selber wieder.
und das, obwohl ich mich gar nicht gesucht hatte.
kurz die hand geschüttelt, gefreut, email adresse ausgetauscht ,
dann musste ich aber auch schon weiter. schade.
hätte mich gerne noch ein wenig ausgetauscht.

posted by Lu | 8/13/2003 01:03:00 nachm.
 

flachlabersteil

knarz-flip-flop-flip-flop-flip-flop-brumm-brömm-huuup-brumm-klappknall-flip-flop-flip-flop-flip-flop-raschel-
plätscher-pffflatttschhhh-splish-splash-gurgel-platscher-flipsch-flopsch-flipsch-flopsch-klappknall-brumm-
brömm-klapp-flip-flop-flip-flop-flip-flop-knarrrz-seufz

oder auch


*aufsteh*
*zur tür-flipflop*
*indenwagensteig*
*wegfahr*
*an.com*
*aussteig*
*überdiewieseflipflop*
*schafsscheißeausweich*
*auszieh*
*fußinswasserhalt*
*vollekannereinspring*
*planschentauchenrumtoben*
*erfrischtwiederraus.com*
*mitnassenflipflopszumwagengeh*
*einsteigundtürknall*
*wegfahr*
*insbüro.com*
*hinsetz*
*tiefseufz*

oder auch

ich eben so aufgestanden, ne, und dann so ins auto und so heiz durch die zitty, weißte ?, und dann so latsch über die schafsweide, so, weißte?,
und dann so schnell ausse plünnen raus, ne, und dann so boaaaahey volle kanne ins wasser rein, weißte ?, und dann ich so tob und die andern
so voll am mitmachen, so, und dann aber schnell wieder inne plünnen weil weißte die pause um ne und dann so mit nasse schuhe so ins auto und ...

(ächz...ich kann nicht mehr.)

oder auch

in meiner mittagspause war ich kurz schwimmen. es war schön und erfrischend. nun habe ich nasse schuhe.

posted by Lu | 8/13/2003 12:57:00 nachm.
 

auszug, gespräch


(...)

das eigentlich schlimme an dieser hitze ist, dass man ja permanent latent geil ist.

was ist denn daran schlimm ?

na, dieses latent.

ach so.

posted by Lu | 8/13/2003 10:33:00 vorm.
 

letzte nacht

bei schlafloser schwüle an einen film erinnert, den ich irgendwann aufgenommen habe. also raus aus den laken,
hardware ans bett gezerrt und "im juli" angeschaut. knoten im bauch. einmal eine träne im augenwinkel, ganz kurz nur.
das leben kann so schön sein, wenn man es an den haaren packt und herzhaft in den hintern beißt.
toller film. hat mein vagabundinnenherz lauter schlagen lassen.

posted by Lu | 8/13/2003 10:29:00 vorm.


August 12, 2003  

heute

stand ich morgens vor meinem geschätzten gynäkologen ( die schweinehündin hat sich ne blasenerkältung zugezogen ) und er strahlte mich mit folgenden worten an: guck mal hier *fuchtelt am ultraschall rum* ...siehste die beiden dunklen flecken ?
jau, sag ich, und denke nur daran, nicht dem druck seines körpergewichts auf meiner extra gefüllten blase nachzugeben.
siehste ?
jaaahaaa doc.
heute könnteste zwillinge empfangen , strahlt er mich knopfäugig an.
weg. gehnse weg ! fauche ich zurück, und denke über die unsexy klingende wortwahl "empfangen" nach.
es sind morgendlich frische 34 grad, da werden keine helden gezeugt, capice ?
ja. aber du könntest, feixt er fröhlich weiter. denk an dein alter. ein abwasch !
ich geh jetzt murmel ich, in gedanken schon dual stillend und mache die tür von aussen zu.

rief ich dann hern m an und sag: du, wir könnten heute prima zwillinge machen. passts dir so gegen 9 ?
er: okay. bringste rohlinge und tomaten mit ?

stand ich in der apotheke auf der waage, weils langweilig war, weil vor mir eine omi ihre liste abackerte.
WAS schrie ich alle an, und starrte panisch an mir herunter.
junge frau, legen se doch ers mal die melone ab, bevor sie sich da drauf stellen. spricht der apotheker beruhigend auf mich ein.
nach ablage der 5 kilo wassermelone, der tasche mit 2 liter wasser, zeitungen, buch, badehandtuch etc, und meinen flip-flops stimmte die anzeige,
und der schweißausbruch ( angst !!! ) passte sich wieder dem klima an.

soll der letzte tag dieser hitzewelle sein. endlich !

heute wär ich gern woanders. am meer. tanken.
aber das ist eine andere ...

posted by Lu | 8/12/2003 11:14:00 vorm.


August 11, 2003  

coffeecam

kännchen gibbet nur draussn.
cam hier.

posted by Lu | 8/11/2003 01:05:00 nachm.
 

tutti frutti

der italienische eisverkäufer hat mir grad mein mit zig eiskugeln vollgestopftes hörnchen geschenkt. wegen sssöööne augenä - eh und so.
da lacht doch das angekratzte seelchen. und meine schweinehündin schüttelt sich trotzig die tränenflut aus dem fell. pah.

posted by Lu | 8/11/2003 12:54:00 nachm.
 

alter falter

ist man urlaubsreif ? drüber ? über ? wenn man morgens einen wunderhübschen, von den fellchen gequälten, flügellosen nachtfalter
auf dem boden humpeln sieht, ihn in die hände nimmt , mehr als traurig wird, ihn um die ecke bringt und danach 5 minuten heulend auf dem boden sitzt ?

posted by Lu | 8/11/2003 10:34:00 vorm.
 

ach so.

tageshoroskopfürdenlöwen

Der Mond im Gegenzeichen macht Sie aufgedreht.

Vormittag: Ihre neuen Ideen bringen alles durcheinander.
Nachmittag: Lassen Sie sich inspirieren und von anderen mitreißen.
Abend: Ihre neuen Kontakte bringen das Leben wieder richtig in Schwung.


posted by Lu | 8/11/2003 10:32:00 vorm.
 

cool down

wie lange hält diese hitzewelle eigentlich schon ? das "hoch" wie es heißt. michaeeeela ( a-ha ). die strasse flimmert bereits morgens bei arbeitsbeginn.
der ventilator läuft durchgehend, die halsschmerzen merke ich kaum noch. wenn ich ins bett gehe, interessiert es mich wenig, dass die fellchen ihre haare haben liegen lassen. gesaugt habe ich seit 2 wochen nicht mehr. egal. ich schwitze in meiner burg, ohne mich zu bewegen. überall hängen nasse laken ... über fensterrahmen, über türen. wuchte ich frisch nassgemachte über vorhangstangen, ist es mir egal, wie nass die tapete wird. heiss gespült wird nur im notfall, gekocht kaum. essen läuft nebenbei. die fellchen liegen in den ecken, hecheln und gucken genervt. ich ebenfalls, nur nicht in der ecke.
letzte nacht ( die wievielte schlaflose ? ) hab ich alle angestupst, und bin mit ihnen zum kühlschrank. tür weit auf, ich mit saftiger melone,
die fellchen mit einem großen napf kalter milch. 5- faches glück für einen moment.
tevee an, tevee aus. nach 2 minuten. das buch verlangt konzentration, weggelegt. pc an. netztour nach mitternacht. allein. schwitzend .
mit wundem seelchen.
meine schweinehündin liegt jammernd auf ihrem rosa plüschkissen und hegt fluchtpläne.
heiss alles. zu heiss.
mittwoch. ab mittwoch kommt regen. abkühlung.
vorher kommt der vollmond. und mit ihm die nacht der sternschnuppen.
alles auf einmal.
die schweinehündin packt ihre strassleine ein. prophylaktisch.
das leben könnte so einfach sein, gäbe es keine hitze. gäbe es keine bugs.

posted by Lu | 8/11/2003 10:27:00 vorm.
 

sometimes


ist man belagert von dem gedanken, einfach alles fallen zu lassen.
damit es einen nicht mehr den ganzen tag im nacken hockt, beisst, auslacht, neckt und quält, energie nimmt und spass nimmt und alles nimmt und nichts gibt.
manchmal ist das wort so klar, liegt auf der zunge und fällt fast versehentlich raus. man schaut sich um und sieht schon die scherben, die man anrichten würde.
man hört sich selber telefonieren, noch wochen danach, die trümmer erklären, tränenrunterschluckend.
das, was abhält ? es würde nichts ändern. der kleine dämon bleibt so lange, wie man ihn füttert.
so ist das leider. manchmal.

posted by Lu | 8/11/2003 10:12:00 vorm.
archives
no links